Update: Entplastiken

Plastikfrei leben, ohne Plastik im Haushalt

Ich glaube, jeder von uns braucht eine Mission im Leben. Manche leben vegan, die anderen retten den Urwald und Polarbären, leben Zero Waste Lebensstil, gehen in das Klöster usw…

Jeder von uns möchte ein Teil einer Bewegung sein. Auch diejenigen, die das verneinen und als Einzelgänger gelten, haben tief in seinem Herzen den Wunsch doch in einer Gemeinschaft mitzuwirken. Etwas bewegen.

In meinem früheren Artikel „Entplastiken“ habe ich über das Leben ohne Plastik erzählt.

Nun ja, wie lässt sich die Mission „Das Leben ohne Plastik“ mit den Kindern vereinbaren und ist es noch grundsätzlich zu vereinbaren?

Aus eigener Erfahrung möchte ich sagen, dass es unserer Familie definitiv schwer fällt, komplett Plastik zu vermeiden. Und damit meine ich neu zu kaufen oder weiterhin im Haushalt zu verwenden, sei es als Gegenstand aus Plastik oder Plastikverpackung. Wir haben unseren Bestand an Gegenständen aus Plastik sehr reduziert, manches dürfte allerdings bleiben oder wurde sogar nachgekauft.☹️

Wo fällt uns schwer auf Plastik zu verzichten:

Kind

Windeln: Vor allem mit dem Kind ist es nicht einfach. Vor fast einem Jahr sind wir auf die Stoffwindeln umgestiegen. Im Großen und Ganzen hat der Übergang fast reibungslos geklappt. Außer in der Nacht. In der Nacht verträgt unsere Tochter die Stoffwindeln nicht und wir kaufen immer noch extra für die Nacht die Einweg-Nachtwindeln.

 Spielzeug: Unsere Tochter ist fast zwei Jahre alt und hat mehr als genug Spielzeug. Am Anfang war ich gerade beim Spielzeug sehr wählerisch und habe Spielzeug aus Plastik komplett vermieden. Dennoch habe ich inzwischen festgestellt, dass unser Budget nicht immer mitmacht. Um die Ereignisse des Tages zu verarbeiten, hat sich das Spielzeug von Playmobil als bestes Spielzeug erwiesen. Daher besitzen wir ein Playmobil-Set „Kinderspielplatz“ und mit Lego Steinen spielt mein Kind auch.

Kosmetik und Körperpflege

Grundsätzlich gerade in diesem Bereich klappt es meistens problemlos alles Mögliche zu ersetzten: Zahnbürste aus Bambus, selbstgemachte Zahnpaste und Mundspülung, Seifen, waschbare Gesichtspads und Slipeinlagen usw. Mit einer Ausnahme, wenn jemand aus der Familie gesundheitliche Probleme hat und gerade aus diesem Grund weiterhin ein Produkt, das in Plastik verpackt ist, verwenden muss. So ist es bei uns auch. Aber, das ist nur ein Produkt, den Rest haben wir schmerzlos ersetzt und irgendwie vermissen wir diese Produkte nicht…

Küche

Lebensmittel: Ja, auch hier kann man Vieles ersetzen. Inzwischen kaufen wir z.B. Getreide in Papiersäcken oder Milchprodukte in Pfandglas. Unsere Obst und Gemüse bekommen wir lose ganz bequem nach Hause geliefert. Und wenn wir doch einkaufen gehen, habe ich hübsche Säckchen und Döschen dabei, wo ich alles verstaue.

Das einzige Problem ist das Fleisch. Wir essen zwar selten Fleisch, dennoch alles was wir kaufen, wird weiterhin aus hygienischen Gründen in Plastik verpackt. Ich habe mir vorgenommen nach der Entbindung (ich bin übrigens im 9. Monat schwanger mit dem Kind Nummer 2)… Also nach der Entbindung werde ich dem Metzger meines Vertrauens einen Besuch mit den Glasdöschen abstatten… und auch Fleisch ganz bequem und ohne Plastikverpackung kaufen.

Putzmittel: Gerade in diesem Bereich empfand ich als große Erleuchtung auf die zahlreichen Produkte zu verzichten. Manchmal jahrelang haben wir die Putzmittel ganz fleißig aufbewahrt, aber irgendwie selten gebraucht: extra Reinigung für den Fußboden, extra für die Spüle, extra für die Fenster usw. Inzwischen verwenden wir einfach Backsoda und Essig und sind so begeistert! Alles ist sauber ohne chemische Zusätze oder Plastikverpackung!

Als Fazit möchte ich sagen, dass wir auf dem guten Weg unseren Plastiverbrauch zu reduzieren. Wir versuchen alles in Plastik aufzubrauchen und danach auf die Alternativen umzusteigen. Wir sind nicht perfekt. Jeder Familie lernt eigene Wege und entscheidet selber, wie es geht oder doch nicht. Es gibt kein falsch oder richtig. Wir sind alle einzigartig und individuell. Und ja, auch wir als eine Familie können dadurch, dass wir weniger Plastik verbrauchen, etwas in der Welt bewegen. Ein Tröpfchen, aber immerhin etwas.

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